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Foto: Frank Hanewacker, Sedan Sieben

Von TWENTYSIX zu Blanvalet

Mit ihrem ersten Buch „Samstag“ ist Frieda Bergmann eine faszinierende Self-Publishing-Erfolgsgeschichte gelungen. Ihr Buch wurde über TWENTYSIX von einer Blanvalet-Lektorin entdeckt und Bergmann wurde für ihr zweites Buch ein Verlagsvertrag angeboten. Ihr Roman „Einmal Liebe zum Mitnehmen“ erscheint im Herbst 2018 im Blanvalet Taschenbuch.

„Eineinhalb Jahre später weiß ich, dass das einer der wichtigsten Momente meines Lebens gewesen ist“, sagt Frieda Bergmann, wenn sie sich an ihre erste Begegnung mit dem Self-Publishing-Dienstleister auf der Frankfurter Buchmesse 2015 erinnert.

Frieda Bergmann im Interview

Im Gespräch mit TWENTYSIX berichtet Frieda Bergmann, warum sie sich für Self-Publishing entschieden hat, und wie sie ihr Debüt „Samstag“ bei TWENTYSIX veröffentlicht hat.

Interview mit Frieda Bergmann

TWENTYSIX: Jetzt ist es schon ein Jahr her, dass du einen Verlagsvertrag bei Blanvalet Taschenbuch unterschrieben hast – was ist seitdem passiert?

Frieda: Seitdem ist sehr viel passiert. Ich habe meinen Roman geschrieben, mehrmals überarbeitet und vollendet. Daneben dürfte ich auf der Buchmesse in Leipzig über „Schreiben neben dem Beruf“ talken. Außerdem – und das ist für mich fast zu schön, um wahr zu sein – darf ich mit 19 anderen Autoren gemeinsam auf dem Münchner Lesefestival lit.Love im Herbst 2018 zwei Tage lang über die Liebe reden.

TS: Wenn du an den Schreibprozess zurückdenkst – ans Plotten und das Schreiben selber – hast du bei deinem zweiten Buch etwas anders gemacht als bei deinem ersten, das du im Self-Publishing veröffentlicht hast?

F: Einmal habe ich überhaupt vorher geplottet. Bei meinem ersten Roman habe ich einfach drauf los geschrieben und die so entstandenen Kapitelinseln so einem Ganzen verknüpft. Insgesamt fand ich es jetzt aber wirklich hilfreich, ein Gerüst zu haben, an dem ich mich orientieren und das ich ausgestalten konnte.

Dann wollte ich an mein „Verlagsbuch“ sehr professionell herangehen: Ich habe unheimlich viele Schreibratgeber gelesen, habe mir dann einen Schreibplatz eingerichtet, die Tür zugemacht und … den größten Müll zu Papier gebracht. Mit all den frisch angelesenen Theorien habe ich mich so verkrampft, dass ich beim Schreiben überhaupt nicht ich selbst war und ich mich unwahrscheinlich gequält habe. Irgendwann habe ich dann meinen „perfekten“ Schreibplatz verlassen, mich auf die Couch gelümmelt, die Musik angemacht und … es lief. Plötzlich hatte ich meinen Figuren wieder „im Gefühl“ und das Schreiben hat funktioniert und die Tipps sind so nebenbei eingeflossen. Vor allem hat es auch wieder Spaß gemacht.

TS: Wie eng hast du mit deiner Lektorin von Blanvalet zusammengearbeitet?

F: Die Zusammenarbeit mit meiner Lektorin empfand ich als intensiv und gewinnbringend – und somit kann man sie auch als eng bezeichnen. Es ist nicht so, dass ich sie bei jedem Hänger kontaktiert habe. Sie hat meinen ersten Manuskriptentwurf gelesen und hat sehr wertvolle Anregungen gebracht. Besonders dankbar bin ich für ihre Kürzungsvorschläge. Anders als ich hat sie keine Lieblingssätze oder -passagen, sie hat die Kapitel ganz anders im Blick und kann Streichungen viel effektiver und mutiger vornehmen. Ich merke beim Überarbeiten zwar auch, dass Kürzungen nötig sind, brauche dann aber sehr viel Abstand zum Text – zeitlich und emotional – um diese auch umzusetzen. Insofern war die Zusammenarbeit ein wirklicher Luxus!

Darüber hinaus hat meine Lektorin auch wichtige Fragen gestellt. Zum Beispiel wollte sie wissen, wie es mit bestimmten Figuren weitergeht oder was an einem Schauplatz noch passiert. Dadurch hat sie mir aufgezeigt, dass der Leser eben andere Figurenvorlieben hat und sich somit auch für Aspekte interessiert, die ich außer Acht gelassen habe, weil ich sie eben als nicht so wichtig empfand. Da musste ich teilweise über meinen Schatten springen, aber es waren wirklich wertvolle Impulse und ein paar Szenen, die ich besonders mag, sind durch ihre Anregungen entstanden.

TS: Hast du dein finales Manuskript bereits abgegeben?

F: Ja. Jetzt geht es in den Druck. Unglaublich!

TS: Dein Buch erscheint im Oktober – was passiert bis dahin?

F: Ich entwickle gerade mein nächstes Projekt und freue ich mich schon auf das Schreiben. Ein paar Tage Urlaub gönne ich mir zwischendurch auch. Daneben lese ich eifrig die Bücher meiner lit.Love-Kollegen. Außerdem ich bereite meinen Workshop vor und freue mich auf einen ausgedehnten Buchmessenbesuch in Frankfurt. Das wird toll!

TS: Nach Buch Nr. 2: Welche Tipps kannst du neuen Autoren mit auf den Weg geben?

F: Bildet euch weiter, aber bleibt eurem Stil treu. Arbeitet mit einem Lektor zusammen, es lohnt sich unwahrscheinlich und … kommt auf die lit.Love – da erfahrt ihre viele Hintergrundgeschichten rund ums Schreiben.

Frieda Bergmanns Website

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Wenn alle Träume platzen, musst du dir neue suchen!

Lily steht kurz davor, all ihre Ziele zu erreichen: Ihr Freund Torsten hat fest versprochen, seine Frau endlich für sie zu verlassen und der erste Stern ist der Chefköchin eines Münchner Nobelhotels auch schon so gut wie sicher. Doch dann geht auf einmal alles schief: Freund weg, Job weg, Familie enttäuscht. Lily flüchtet nach Irland zu ihrem leiblichen Vater, zu dem sie in letzter Zeit wenig Kontakt hatte. Doch er versteht sie und weiß: Was Lily braucht ist Ablenkung. Und so bittet er sie, das Haus seiner verstorbenen Schwester an der Westküste auszuräumen. Dort findet Lily eine neue Aufgabe und über Umwege vielleicht sogar die große Liebe ...

Frieda Bergmanns zweites Buch „Einmal Liebe zum Mitnehmen“ erscheint bei Blanvalet Taschenbuch im Herbst 2018.

„Einmal Liebe zum Mitnehmen“ im Random House Shop

Wie ist Blanvalet auf Frieda Bergmann aufmerksam geworden?

Johanna vertritt Blanvalet in der TWENTYSIX-Jury und berichtet, wie sie auf Frieda Bergmann aufmerksam geworden ist:

„Wir sitzen monatlich mit Lektoren unterschiedlicher Verlage zusammen, um uns zu Veröffentlichungen bei TWENTYSIX auszutauschen und auf die Suche nach neuen Talenten zu gehen. Dabei ist uns Frieda Bergmanns „Samstag“ schnell aufgefallen: Der Kurztext war so nett geschrieben, dass ich gleich reingelesen habe – und nicht mehr aufhören konnte!“

Das Buch wurde im Februar 2016 zum Top-Titel gekürt und Frieda im Rahmen der exklusiven Verlagsservices zu einem Autoren-Coaching nach Leipzig eingeladen. Es war eine schöne Überraschung, dass sie im Anschluss beim gemeinsamen Schreibwettbewerb von lit.Love, JOLIE und TWENTYSIX gewonnen hat.

Johanna war ohnehin klar, dass sie Frieda im Auge behalten würde, und bat sie darum, ein Exposé einzuschicken, sobald sich ihre Ideen für ein zweites Buch festigen. Von ihrem Vorschlag für einen zweiten Roman war Blanvalet sofort angetan.

„Wir freuen uns, dass Friedas nächstes Buch 2018 im Blanvalet Taschenbuch erscheinen wird.“

TWENTYSIX: Frieda Bergmann und Lektorin
Frieda und Johanna bei der Arbeit am Manuskript des neuen Buchs. Foto: Frank Hanewacker, Sedan Sieben
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„Samstag“ – Friedas Debüt

Manchmal steht auch die Liebe mit dem falschen Fuß auf. In Hannahs letzter Beziehung hat sie das ein bisschen zu oft getan. Deswegen will sie nur noch weg. Einen neuen Job in Irland hat sie bereits, und sie hofft, die zehn Wochen bis dahin irgendwie hinter sich zu bringen ...

„Ein schlagfertiger Debütroman einer charmanten Autorin, der uns sofort begeistert hat! Die Protagonistin Hannah war uns gleich sympathisch und man fiebert von der ersten Seite bei ihrer Suche nach der großen Liebe mit – bis sie am Ende vor der Entscheidung ihres Lebens steht.“
– sagt die TWENTYSIX-Jury

„Samstag“ im Shop

 

 

 

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